WM-Team der USA: Weniger Erfahrung, größerer Druck

Bobby Portis und Jaren Jackson Jr. vom WM-Team der USA im Training

Seit Team USA bei der Basketball-Weltmeisterschaft 2019 nach einer Siegesserie von 58 Spielen eine bittere Niederlage hinnehmen musste und schließlich auf dem siebten Platz endete, haben die US-Amerikaner eine Mission. Dieses Jahr starten sie jedoch mit einem weitaus unerfahreneren Kader.

Um den wohl wichtigsten Fakt gleich vorwegzunehmen: Das diesjährige Team USA hat zum ersten Mal in der WM-Historie der Nordamerikaner keinen einzigen Spieler im Kader, der je auf dem Senior-Level für die Staaten angetreten ist. Einige Spieler spielten zwar bereits auf dem Junior-Level, das heißt 19 Jahre und darunter, auf nationaler Ebene für die USA, aber damit ist der Erfahrungsreichtum des US-Squads auch schon erschöpft.

Im Durchschnitt können die Spieler dieses Rosters auf 4,2 Jahre NBA-Erfahrung zurückblicken. Bei fünf Spielern des zwölfköpfigen Kaders sind es sogar nur drei oder weniger Jahre in der „besten Liga der Welt“. Allerdings muss hierbei erwähnt werden, dass das World-Cup-Team 2014 mit 3,8 Jahren einen noch geringeren Erfahrungsdurchschnitt aufwies und dennoch mit dem Weltmeistertitel nach Hause ging. Mit einem Schnitt von 3,6 Jahren NBA-Erfahrung errang der US-Kader 2004 zudem immerhin olympisches Bronze.

Weniger Spielminuten, weniger Top-Line-Talents, keine All-NBA Spieler

Der NBA-Spielminuten-Durchschnitt von 31,4 Minuten dieser zwölf zukünftigen Weltmeisterschaftsathleten ist der zweitniedrigste in der Geschichte des Team USA. Das zeigt außerdem, dass es sich bei den diesjährigen Roster-Mitgliedern nicht unbedingt um die Aushängespieler ihrer Teams handelt.

Einige von ihnen wie beispielsweise Paolo Banchero, welcher letztes Jahr im Draft an erster Stelle ausgewählt wurde, sind jedoch auf einem guten Weg dahin. Bei Anthony Edwards (Nummer-1-Pick), Brandon Ingram (Nummer-2-Pick) und Jaren Jackson Jr. (Nummer-4-Pick) handelt es sich ebenfalls um ehemalige Top-5-Selektionen. Andere Spieler, die dieses Jahr im Roster stehen, wie etwa Josh Hart (30. Pick), Walker Kessler (22. Pick) und Bobby Portis (22. Pick), wurden wesentlich tiefer gedraftet und haben sich auch danach nicht zu den ganz großen Rollenspielern in ihren jeweiligen Teams gemausert.

So verwundert schließlich auch folgende Information nicht: Keiner der zwölf diesjährigen Team-USA-Athleten hat es je in ein All-NBA Team geschafft. Der Druck für das diesjährige Team USA dürfte also deutlich zu spüren sein.

Foto: AFP

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.