BBL-Sensationen #1: Underdog Quakenbrück schlägt Tabellenspitzenreiter Berlin

BBL-Sensationen #1: Underdog Quakenbrück schlägt Tabellenspitzenreiter Berlin

Bis heute ist es eine der größten Highlights in der Geschichte der deutschen Basketball-Bundeliga: Die Tabellenachten Artland Dragons Quakenbrück besiegten im Viertelfinale der Playoffs 2007 die Tabellenersten von Alba Berlin vernichtend mit 3:0. Das ist danach keinem einzigen Klub in der Ligageschichte mehr gelungen und daher definitiv eine Story wert.

In der 41. Spielzeit der höchsten deutschen Basketball-Spielklasse traten von Oktober 2006 bis Mai 2007 die besten 18 Teams der BBL gegeneinander an. Absolute Favoriten der Runde waren dabei natürlich die meisterlichen Albatrosse aus Berlin, welche sich mit 28 Siegen auch prompt an der Tabellenspitze der Hauptrunde absetzten.

In den Playoffs sollte es nun ums Eingemachte gehen. Die furiosen Hauptstädter mussten gegen die Achtplatzierten Artland Dragons aus dem kleinen Städtchen Quakenbrück ran. Natürlich galten die Drachen aus der Osnabrücker Umgebung ab Bekanntgabe dieser Paarung als die klaren Underdogs der Partie. Niemand rechnete ihnen allzu große Chancen aus.

Doch tatsächlich glückte der waghalsige Coup und die Dragons setzten sich im Viertelfinale nicht nur gegen den Titelfavoriten durch, sie vernichteten ihn geradezu gnadenlos mit 3:0.

Basketball landet im Korb
Foto: Melinda Nagy – stock.adobe.com

Ganz Europa blickt auf Quakenbrück

Ein derartig hoher Gewinn schlug allerdings nicht nur in Deutschland seine Wellen, sondern sorgte auch dafür, dass den Dragons wie über Nacht internationale Aufmerksamkeit zu Teil wurde. Teams aus ganz Europa rissen sich auf einmal um die talentierten Feuerspucker.

Spielemacher Filiberto Rivera wanderte so zum Beispiel nach Vollendung der Saison zum italienischen Verein nach Neapel ab. Ihr talentierter Forward, Adam Hess, wurde vom französischen Meisterverein Roanne abgeworben und ihr stärkster Mann auf Position vier, Chad Prewitt, nahm ein vielversprechendes Angebot in Griechenland an.

Ihr hochgelobter Trainer Chris Fleming glänzte vor Stolz und tut es bei dem Gedanken an das damals vollbrachte Basketball-Wunder wahrscheinlich noch heute.

Titelbild: Melinda Nagy – stock.adobe.com

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