NBA: Becky Hammon als erste Frau Head Coach

NBA: Becky Hammon als erste Frau Head Coach

Ein guter Vorbote für das neue Jahr 2021: Becky Hammon, Assistenzcoach der San Antonio Spurs, wurde während des Duells gegen die amtierenden Champions, die Los Angeles Lakers, zum ersten weiblichen Head Coach in der Geschichte der Liga. „Das war natürlich eine große Sache, ein sehr wichtiger Moment“, resümierte die 43-Jährige nach der bestrittenen Partie.

Es war nicht das erste Mal, dass sich Head Coach Gregg Popovich („Pop“) während einer Partie seiner San Antonio Spurs nicht zusammenreißen konnte. „Ejection“, also Rausschmiss, lautete das strenge Urteil inmitten Partie des 31. Dezember für den Trainer, nachdem dieser aufgrund seiner aufbrausenden Art das zweite technische Foul kassiert hatte.

Beinahe ein Glücksfall, könnte man im Nachhinein sagen, denn dadurch schlug nun erstmals die Stude für Becky Hammon. Stellvertretend für ihren männlichen Kollegen musste diese für den Rest der Begegnung – und es waren immerhin noch 28 Minuten zu spielen – als Head Coach ran. Damit war die 43-Jährige die erste Frau in dieser Position während eines NBA-Spiels. Für die Liga war dies also ein historischer Moment.

Von glorreicher Basketballerin zum Coach

Hammon hat selbst eine glorreiche Basketballkarriere in San Antonio hinter sich, so spielte sie allein sieben Jahre lang in der WNBA für die San Antonio Silver Stars. Weitere sieben Jahre coachte sie nun schon die Spurs, bis am Silvesterabend ihr Moment gekommen war.

 „Ich bin nun seit 13 Jahren hier in San Antonio und habe viel Zeit investiert. Aber auch die Franchise hat viel Zeit investiert und mir dabei geholfen, dass ich besser werden kann“, fasste die frischgebackene Leitfigur bescheiden ihre Leistung zusammen.

Hammon ist Hall of Fame-Kandidatin

Dabei hat der Rest der Welt schon längst Wind vom großen Können der in South Dakota geborenen Athletin bekommen. Mehrfach stand sie schon für die Hall of Fame zur Auswahl. Auch der rausgeschmissene „Pop“ schwärmte schon in höchsten Tönen von seiner jüngeren Kollegin: „Sie hat alle Voraussetzungen, um mal ein richtig guter Coach in der NBA zu sein.“

Ein Ziel, das Hammon fest im Blick hat. Zuletzt bewarb sie sich bei den Indiana Pacers für den Posten als Head Coach, ging gegen ihre männlichen Kontrahenten aber leer aus. Aber wer weiß: vielleicht coacht schon bald eine Frau ein Team der „besten Liga der Welt“ und das sind doch nun wirklich gute Prognosen für das neue Jahr 2021!

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