München vs. Braunschweig: Von verletztem Stolz und einer Aufholjagd (Teil 2)

Ein Spieler beim Rebound

Es war bereits der dritte Tiefschlag für den FC Bayern München innerhalb der letzten vier Spiele und für Braunschweig der zehnte Saisonsieg: Dank einer starken Schlussphase gingen im Rahmen des 27. Spieltages die Löwen mit 85:83 als Sieger vom Platz.

Ausgerechnet ein geborener Münchner und ein ehemaliges Teammitglied des FCB, Karim Jallow, eröffnete die Partie gegen die Heimmannschaft mit einem Dreier. Wenig später, nach nur fünf Minuten, legte er mit einem zweiten zum 16:7 nach, was die Münchner Gastgeber bereits zur ersten Auszeit zwang.

Offenbar in ihrem Stolz verletzt, ließen die Bayern danach nur noch zwei gegnerische Punkte zu, netzten dafür aber selbst umso verbissener. Bis zur ersten Viertelpause hatten sie daher ihre Gäste beinahe wieder eingeholt (16:18).

Ein hitziger Führungskampf entbrennt

Im zweiten Spielabschnitt dominierten dann die Münchner. Der effektivste Akteur war dabei wohlmöglich Paul Zipser, welcher bei nur noch zwei Minuten auf der ablaufenden Spieluhr mithilfe eines Dreipunktewurfes einen Führungswechsel herstellte. 38:37 lautete der Zwischenstand zugunsten der Hausherren zum Seitenwechsel.

Nun waren es allerdings wieder die Löwen, die sich von ihrer bissigen Seite zeigten. Teure 31 Punkte ließen sie die Münchner ihre defensive Schwäche kosten. Selbst jagten die Gastgeber allerdings nur 22 durch den Ring, wodurch die Braunschweiger mit acht Punkten Vorsprung in den letzten Spielabschnitt einzogen (68:60).

Braunschweig behält die Nerven

Nun wurde es noch einmal spannend, denn für die Bayern war das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Vladimir Lucic war es schließlich, der nach einer rasanten Aufholjagd des Heimteams für den erneuten Führungswechsel in der 38. Minute sorgte (81:78).

Doch es geschah das unglaubliche: Mit einem Foul hämmerte Benedikt Turudic den Ball regelrecht bei nur noch 28 Sekunden auf der Uhr durch das Netz. Den Freiwurf vergab er, doch sein Teamkollege Martin Peterka übernahm.

Es kam zum erneuten Führungswechsel und die Bayern hatten trotz Auszeit keine Chance mehr, diesen erneut auszugleichen. Die Braunschweiger Löwen siegten 85:83.

Titelbild: StockphotoVideo – stock.adobe.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.