Der FC Bayern München tanzt auf zwei Hochzeiten gleichzeitig

Der FC Bayern München tanzt auf zwei Hochzeiten gleichzeitig

Vielen liegt die unangenehme BBL-Saisonniederlage des FC Bayern München gegen die Basketball Löwen Braunschweig noch schwer im Magen, welche sich am vergangenen Sonntagabend im Rahmen des 27. Spieltages ereignete. Warum der FC Bayern München dennoch eine passable Ausrede für diesen Fauxpas parat hat, versucht die Redaktion von basketball-magazin.com in diesem Artikel für euch aufzudecken.

Dieser 83:85-Verlust schmerzt deshalb besonders, weil momentan die letzten Spiele vor den Playoffs laufen und Fehltritte jeglicher Art deshalb tunlichst vermieden werden sollten.

Doch innerhalb der Deutschen Basketballbundesliga gehört der FC Bayern München zu einer der vielbeschäftigten Mannschaften überhaupt. Momentan sind sie in den letzten Spielen der regulären Basketball-Saison aktiv, schlagen nebenbei eine Schlacht nach der anderen im Ausland in der Euroleague und versuchen sich parallel noch für das BBL Pokal-Finale am kommenden Wochenende vorzubereiten. Da bleibt nur wenig Zeit für Verschnaufpausen.

Baldwin, Reynolds und Babb fehlen schmerzhaft

Und so kommt es eben auch, dass nach einem Topspiel, wie dem glamourösen 82:72-Sieg über den FC Barcelona am vergangenen Freitag, am darauffolgenden Sonntag gegen Braunschweig die wichtigsten Spieler geschont werden müssen.

Wade Baldwin und Jalen Reynolds, die beiden Scharfschützen aus dem Barcelona-Duell, zählten zu dieser Riege. Auch die Abwesenheit des Mastermind hinter den felsenfesten Münchner Verteidigungslinien, Nick Weiler-Babb, machte sich gegen die fitten Löwen bemerkbar.

Der Matchplan scheitert

Auch der Matchplan der Bayern, welcher ansonsten immer vorsieht, die gegnerische Mannschaft bereits im dritten Viertel derartig ins Hintertreffen zu bringen, dass diese bereits die Hoffnung auf den Sieg verlieren, ging am Sonntag nicht auf.

Waren die Bayern nämlich noch mit einem hauchdünnen Vorsprung von 38:37 in den dritten Spielabschnitt gestartet, lagen sie danach ungünstigerweise mit 60:68 zurück. Im alles entscheidenden Viertel fehlte den Bayern schlichtweg die Kraft und die Konzentration, sich noch einmal zu berappeln.

„Das ist normal, das sollte eben nicht so sein, nur leider ist es so“, resümierte Leon Radosevic, Center-Spieler der Münchner im Post-Game-Interview bei Magentasport.

Kein Ende in Sicht

Ganz unrecht hat der Big Man nicht. Wenn man sich den Terminkalender des Münchner Top-Vereins für die nächsten zwei Wochen nämlich einmal genauer betrachtet, wird dem ein oder anderen schon beim Lesen ganz schwach zumute.

Am Dienstagabend mussten sich die Herren aus München gleich wieder auf ein neues Battle mit den Telekom Baskets Bonn einstellen, während sie dann am Samstag das Pokalhalbfinale gegen Ulm erwartet. Über dem Tag darauf schwebt bereits drohend das mögliche Finalturnier, bevor es dann am übernächsten Tag wieder nach Mailand geht, wo die ersten Euroleague Playoff-Spiele schon wieder auf die nimmersatten Bayern warten.

Titelbild: Melinda Nagy – stock.adobe.com

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