Teamkapitän Isiah Thomas weiß zu überraschen – Ein Stück Pistons-Geschichte (Teil 2)

Detroit Pistons Logo mit Schattenfigur die einen Slamdunk ausführt

Innerhalb von sechs Jahren hatten es die Detroit Pistons nicht ein einziges Mal in die Playoffs geschafft. Selbst die eigene Heimarena war 1984 für den Zeitpunkt des fünften Spieles der ersten Playoff-Runde bereits vermietet worden, da offenbar niemand mit einem plötzlichen Aufschwung des Teams gerechnet hatte. Doch allen voran der Teamkapitän Isiah Thomas überraschte, als sich die Pistons in einem alles entscheidenden Spiel den New York Knicks gegenübersahen.

Oder, um mit den Worten des gegnerischen Bernard King zu sprechen: Die Pistons hatten ungeahnte Kräfte gesammelt und sich eine felsenfeste „gib-niemals-auf“-Mentalität angeeignet, mit denen sie an diesem Abend den Knicks das Leben auf dem Spielfeld zur Hölle machten. King gab nach Abpfiff des Spiels damals nämlich zu Protokoll: „Ich kann mich an keine einzige Sekunde des heutigen Abends erinnern. Es war einfach so intensiv. Ich weiß nur, dass ich ein paarmal dachte, wir hätten den Sieg längst in der Hand, doch jedes Mal kehrten diese unerschöpflichen Pistons zurück. Sie wollten einfach nicht aufgeben.“

Isiah Thomas‘ 16 in 93

Eine derartige Situation ereignete sich auch knappe zwei Minuten vor dem Schlussbuzzer: Die Knicks lagen zu diesem Zeitpunkt 104:98 vorne und nachdem Bernard King kurz darauf auch noch einen Jumper über Earl Cureton verwandelt hatte, spürte Thomas das Spiel aus seinen Händen gleiten. Doch der Pistons-Anführer mobilisierte all seine verbliebenen Kräfte und hechtete über den Court zu einer wilden Rettungsaktion. Mithilfe eines spektakulären Behind-the-Back-Dribblers, gefolgt von einem Pull-up-Jumper stellte der damals 23-Jährige wieder auf 106:100.

Angestachelt von diesem Statement-Move ihres Kapitäns gaben die Pistons auf dem Court noch einmal alles, allerdings drohte nun die Zeit knapp zu werden. Während die nächsten anderthalb Minuten auf der Spieluhr verrannen, schoss Thomas wie besessen ein ums andere Mal Richtung Korb und versenkte einen rettenden Punkt nach dem anderen.

Und das Resultat dieser halsbrecherischen Aktion konnte sich sehen lassen: unglaubliche 16 Punkte versenkte Thomas in den letzten 93 Sekunden vor dem Abpfiff und rettete ein verloren geglaubtes Spiel auf diese Weise in die Overtime. Zugegeben, am Ende sind die Pistons dort etwas klanglos 123:127 untergegangen, an dem Legendenstatus, den diese Partie Isiahs verleiht, ändert dies allerdings nichts.

Bild: Adobe

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