Basketball und HipHop #1: Die Verbindung von Sport und Musik

Basketball und HipHop #1: Die Verbindung von Sport und Musik

Jeder Basketball-Fan, der schon mal eine seiner Lieblingsmannschaften live gesehen hat, kennt das Prozedere: Zum Einlass und je nach Lokalität auch während der Aufwärmphase der Teams laufen die großen Rap-Hymnen. Und jeder Basketball-Spieler, der etwas auf sich hält, kennt natürlich den gesamten Text – oder eher: alle Lines ¬ auswendig. Nur wenige Sportler scheinen ihre Lebensphilosophie so sehr in einem Musikgenre widergespiegelt zu sehen, wie die NBA-Spieler im HipHop.

In den USA ist die tiefe Verbundenheit zwischen Musikrichtung und Sportart noch viel deutlicher zu spüren als hier in Deutschland. So manches Mal thematisieren auch deutsche Musiker wie beispielsweise Ahzumjot in seinem Song „Schwör’s dir“ Basketball. Dennoch erfreut sich der Sport in Amerika noch größerer Beliebtheit.

Rappende Baller und dunkende Rapper?

So sind beispielsweise viele Basketball-Stars selbst große HipHop-Fans und sogar mit einigen ihrer Lieblingsinterpreten befreundet. Eins der wohl besten Beispiele dafür ist die Verbundenheit zwischen der internationalen Musik-Ikone Drake und den Toronto-Raptors. Manchmal geht diese Liebe sogar noch weiter und die Basketballer versuchen sich selbst als HipHop MCs. NBA-Legende Shaquille O’Neal zählt dabei wohl mit zu den erfolgreichsten. Im Oktober 1993 veröffentlichte er sein populäres Album „Shaq Diesel“ bei Jive Records mit welchem er im darauffolgenden Jahr sogar Platin ging.

Die Verwandtschaft von Basketball und HipHop kommt nicht von ungefähr. Sowohl die Spieler und Rapper selbst, aber auch viele ihrer Zuhörer und Stadionbesucher teilen einen gemeinsamen Hintergrund. Die African American Community prägte beide Kunst- und Kulturformen entscheidend mit und ist eng mit ihnen verflochten.


Gemeinsame Community

Wenig verwunderlich also, dass sich viele große HipHop-Künstler und Basketballspieler rund um die Welt regelmäßig gegen Rassismus stark machen. Erst kürzlich machten die NBA-Spieler auf sich aufmerksam, als sie ihre Solidarität mit der #blacklivesmatter Bewegung zum Ausdruck brachten. Diese Einstellung hat allerdings auch im HipHop schon lange Tradition und die Musikrichtung wird oftmals zum Soundtrack der Demonstrationen.

Basketballer und Rap-Künstler treffen also oftmals einen gemeinsamen Ton und fühlen sich durch eine ähnliche Weltsicht tief miteinander verbunden. Diese enge Anlehnung an ein Musikgenre gibt es wohl nur im Basketball und macht diesen Sport ein weiteres Mal umso besonderer.

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