4 NBA Spieler, die sich für Mental Health einsetzen #4

Konzentration auf das Spiel

Die gemeinsame Geschichte der Nordamerikanischen Profibasketball Liga und der Bewegung für mehr Bewusstsein im Umgang mit Mental Health nahm erst durch den Tweet des früheren Toronto Raptors Guard DeMar DeRozan im Februar 2018 volle Fahrt auf. Was allerdings nur wenige Basketball-Fans wissen, bereits davor gab es einen Spieler, welcher für seine Offenheit, bezüglich seiner psychischen Probleme, großen Respekt verdient.

Die Rede ist natürlich vom früheren NBA-Star Metta World Peace, welcher mit seinem Interview im Anschluss an den Los Angeles Lakers Meisterschaftsgewinn 2010 für Wirbel in den Medien sorgte. Während sich nämlich andere Mitspieler im Nachgang des Spiels mit Dankesreden an die eigene Familie, die Trainer oder vielleicht sogar Gott richteten, dankte Metta World Peace seinem Psychotherapeuten.

In einem im Mai dieses Jahres erschienenen Interview mit ESPN erzählt der frühere Star über seinen Kampf mit psychischen Problemen noch während seiner aktiven Karriere. So werde er heute noch häufig auf seinen Ausbruch in einem Spiel gegen die Detroit Pistons im November 2019 angesprochen. Im Zuge dessen hatte er die Kontrolle verloren und schließlich auf einen Zuschauer eingeschlagen, welcher ihn zuvor mit einem Becher Bier beworfen hatte.

Metta World Peace verbüßte daraufhin eine Rekord-Sperre von 73 Spielen, die wirkliche Konsequenz dieses abends sei jedoch eine langanhaltende Depression gewesen. Aus diesem Grund dankte er einige Jahre später wahrscheinlich auch seinem Therapeuten, der ihm dabei half, diese Hürde in seinem Leben zu nehmen.

Metta World Peace wurde vielfach für sein Engagement ausgezeichnet

Seit dem Championship-Titel von 2010 setzt sich der heute 41-Jährige für größeres Mental Health Bewusstsein ein. Am Ende verloste der Star sogar seinen Championship Ring und nahm auf diese Weise über 500.000 Dollar ein, welcher er an nonprofit-Unternehmen zur Unterstützung psychischen Wohlbefindens spendete. Für seinen andauernden Einsatz auf diesem Gebiet wurde er 2018 schließlich von der Chicago School of Professional Psychology mit dem „Social Impact Leaders Award Luncheon“ ausgezeichnet.

Im darauffolgenden Jahr wurde eine Dokumentation über sein Leben und seinen Kampf mit psychischer Krankheit „Quiet Storm: The Ron Artest Story“ mit dem Award für die beste Dokumentationim Rahmen des Santa Barbara Film Festivals ausgezeichnet.

Titelbild: yuryigolub – stock.adobe.com

1 Kommentar

  1. Ich lasse mal hier ein generelles “Dankeschön” und “weiter so” da. Deine bzw. eure Artikel sind lesenswert, informativ und handwerklich gut.

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