Zu hoch gepokert: Die schlechtesten Trade-Deals der NBA-Geschichte (Teil 1)

Zu hoch gepokert: Die schlechtesten Trade-Deals der NBA-Geschichte (Teil 1)

Es steht außer Frage, dass es in der Geschichte der Nordamerikanischen Profibasketball Liga schon das ein oder andere Team gab, welches sich mit einem zunächst vielversprechenden Trade-Deal am Ende doch nur selbst aufs Kreuz gelegt hat.

Man kann eben nie so genau wissen, ob ein neuer Spieler schlussendlich das gewünschte Niveau mit in die eigenen Reihen bringen wird oder sich der eigens verabschiedete Spieler in seinem neuen Team auf einmal doch noch zum Superstar mausert.

Da es in der NBA im Vergleich zu den anderen US-Sportsligen allerdings äußerst häufig zu derartigen Deals kommt, gibt es auch die ein oder andere kuriose Geschichte darüber zu erzählen.

Minnesota Timberwolves verabschieden Brandon Roy

„Es ist eine Geschichte die beinahe so kurios, wie tragisch ist“, hat es Ryan Davis von sportscasting.com einst gefasst: Im NBA Draft 2006 wählten die Minnesota Timberwolves den jungen Shooting Guard Brandon Roy an sechster Stelle aus. Ohne jedoch lange zu fackeln, reichten sie das Nachwuchstalent kurzerhand an die Portland Trail Blazers weiter, um im Austausch einen anderen Shooting Guard, Randy Foye, ins eigene Boot zu holen.

Brandon Roy
Foto: AFP

Dies allein mutete schon einigermaßen skurril an, da bereits abzusehen war, dass Foye es in seiner Karriere nie zu mehr als zu einem Backup-Guard bringen würde. Roy hingegen mauserte sich in Portland rasch zu einem Spieler, der auf späteres All-Star-Niveau kam und gewann bereits in seinem ersten Jahr bei den Trail Blazers den Rookie of the Year Award.

New Jersey Nets verpassen Damian Lillard

Der begnadete Forward Gerald Wallace spielte 2012 bei den Portland Trail Blazers eine außergewöhnlich gute Saison und erzielte durchschnittlich 13,3 Punkte und 6,6 Rebounds pro Spiel.

Das könnte ein guter Fang sein, dachten sich da die New Jersey Nets und fädelten bis zur Trade Deadline einen vielversprechenden Deal ein: Sie sandten Mehmet Okur, Shawne Williams und einen Erstrunden-Pick in der nächsten Talentbörse nach Portland und erhielten Wallace im Austausch.

„Warum soll das ein ungünstiger Deal sein?“, mag sich der gewitzte Basketballfan da fragen – den so erhaltenen Pick nutzen die Trail Blazers, um sich einen der größten Spieler der letzten Dekade an Land zu ziehen: Damian Lillard. Den hätten die Nets sicherlich im Nachhinein auch gern gehabt.

Titelbild: Brocreative – stock.adobe.com

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