Utena aus Litauen gewinnt ING Hamburg FIBA 3×3 Challenger

Beim Streetball-Spiel macht ein Spieler einen Korbleger, ein Gegenspieler sitzt auf dem Boden

Kurz nachdem der 3×3-Basketball Tokio seine Premiere bei den Olympischen Spielen gefeiert hatte, machte die internationale Elite dieser jungen und rasanten Sportart am Wochenende mitten auf der Reeperbahn in Hamburg halt.

In einem packenden Finalspiel des ING Hamburg FIBA 3×3 Challenger, welches dank einsetzendem Starkregen und zuckenden Gewitterblitzen am Himmel nicht nur auf dem Spielfeld stürmisch verlief, setzte sich Utena aus Litauen durch.

Der zweite Platz ging an das im Vorfeld favorisierte Team Liman aus Serbien. Dieses war immerhin mit Mihailo Vasić (Nr. 2 im World Ranking) und Aleksandar Ratkov (Nr. 1 im World Ranking) mit zwei Bronzemedaillengewinnern aus Tokio an den Start gegangen. Im Finale unterlagen diese jedoch schließlich um Haaresbreite 16:18.

„Wir haben ein packendes, intensives Finale zwischen Utena und Liman gesehen. Letzte Woche noch war 3×3 Basketball in Tokio zu bestaunen, jetzt hier in Hamburg. 3×3 ist ein hochdynamisches Format, das perfekt nach Hamburg und auf den Spielbudenplatz passt“, so Hamburgs Sportsenator Andy Grote nach Abschluss des Endspiels am Samstagabend.

Drei Deutsche Teams unterliegen der internationalen Konkurrenz knapp

Am Vortag waren in den Qualifikationsturnieren unter anderem auch noch drei deutsche Teams – Aachen (Der Stamm), Bonn (Klutsh) und Freiburg – an den Start gegangen. Aus diesem Aufgebot konnte sich jedoch nur das Team Bonn als deutscher Meister aus dem Jahr 2019 einen der beiden begehrten Plätze in der Gruppenphase sichern. Skopje aus Mazedonien mit 2,26 Meter-Mann Marko Dujkovic setzte sich als zweites durch.

Anschließend wurde die Gruppenphase mit 12 Teams in vier Gruppen á drei Teams ausgespielt. Auch hier waren neben Düsseldorf mit den beiden Teams Bielefeld und Bonn insgesamt drei deutsche Mannschaften mit von der Partie. Am Ende konnten jedoch nur die Düsseldorfer gegen das österreichische Team aus Graz einen Sieg erringen, während Bonn und Bielefeld dieses Mal nicht gegen die harte internationale Konkurrenz bestehen konnten. Am Ende verpasste das Team Düsseldorf um den ehemaligen Hamburg Towers Spieler Malik Müller die beiden Halbfinalrunden nur knapp, in welchen sich daraufhin die beiden Finalisten Utena und Liman als siegreich erweisen sollten.

Spieler von Utena jubeln

„Die ING 3×3-Tour 2021 hat mit dem Challenger einen sehr guten Abschluss gefunden. Für unsere deutschen Teams war es hier in Hamburg nicht ganz einfach. Wir müssen uns noch mehr an die internationale Härte und Geschwindigkeit gewöhnen, abgezockter werden. Mit ein bisschen mehr Glück hätte es für das Team Düsseldorf für das Viertelfinale gereicht. Die Erfahrungen solcher Spiele sind wichtig, um besser zu werden“, so das Fazit von Matthias Weber, Disziplinchef 3×3 Basketball vom Deutschen Basketball Bund.

Fotos: BWA/Sven Kuczera

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.