Timberwolves gewinnen turbulente Keilerei gegen Warriors

Mehrere Basketballer diskutieren aufgeregt mit dem Schiedsrichter

Das Spiel zwischen den Minnesota Timberwolves und den Golden State Warriors vergangene Nacht war nicht einmal 2 Minuten alt, als bereits drei Spieler – namentlich Draymond Green, Klay Thompson und Jaden McDaniels – aus dem Spiel flogen.

Am Ende sollten die Minnesota Timberwolves, die derzeit mit sieben Erfolgen in Folge ihren längsten Win Streak seit 2004 feiern, mit einem knappen 104:101-Sieg als Gewinner aus diesem In-Season Tournament Spiel gehen. Viel aufsehenerregender war jedoch, was sich am Anfang dieser Partie abspielte, als das Match noch keine zwei Minuten alt und bisher noch kein Korb im Netz gelandet war.

Zu diesem Zeitpunkt wurde der Warriors-Spieler Draymond Green, der durchaus für aggressives Spielverhalten auf dem Feld bekannt ist, bereits vom Feld geworfen, da er mal wieder den Bogen überspannt hatte. Diesmal hatte er den gegnerischen Rudy Gobert in den Schwitzkasten genommen – ein unsportliches Verhalten, dass die Refs natürlich keineswegs dulden konnten.

Damit war es jedoch mit den Rauswürfen noch lange nicht getan, der Warriors-Guard Klay Thompson und der Timberwolves-Forward Jaden McDaniels schlossen sich Green nämlich noch an, nachdem sie sich eine Schubserei geliefert hatten. Im Eifer des Gefechts wurde sogar Thompsons Jersey Zerrissen. In der NBA ein No-Go. Diese zwei ersten Minuten überschatteten den gesamten restlichen Wolves-Erfolg.

Ein hässliches Spiel, ein hässlicher Sieg

„Wir haben einfach einen hässlichen Weg gefunden, in einem ebenso hässlichen Spiel zu gewinnen“, fasste Minnesotas Coach Chris Finch im Nachgang der Partie die Sachlage recht treffend zusammen, zeigte sich jedoch ebenfalls bemüht, den Bogen zurück zur Professionalität zu spannen: „Alle Achtung vor (den Warriors), diese Jungs waren super physisch und haben uns aus unserem Rhythmus gebracht. Aber wir haben einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen und haben mentale Stärke gezeigt.“

Einen nicht unbeachtlichen Anteil am späteren Sieg hatte jedoch auch Timberwolves-Star Karl-Anthony Towns, der starke 33 Punkte auflegte – eine starke sportliche Leistung die angesichts des unschönen Handgemenges beinahe untergegangen wäre. Eins kann nach dieser Partie jedoch zusammengefasst werden: Indem die Liga das In-Season Tournament ins Leben gerufen hat, sollten bereits Spiele zu Beginn der Saison die Tension eines Playoff-Matches erhalten. Rangeleien zwischen den Spielern, wie die zu Beginn des Wolves-Dubs-Matches in der letzten Nacht, hatte die „beste Liga der Welt“ dabei aber wohl kaum im Sinn.

Foto: AFP

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