NBA-Historie: Sampsons sensationeller Buzzer-Beater

Ralph Sampson an einem Rednerpult

Wir schreibend das Jahr 1986. In der NBA, genauer gesagt im Lager der Houston Rockets, hatte sich nur wenige Spielzeiten zuvor eine neue Macht formiert: Die Twin Towers.

Gemeint sind hiermit natürlich, der mit seinen 2,13m baumlange Liga-Star Hakeem Olajuwon, sowie sein Partner in Crime Ralph Sampson. Letzterer wird aufgrund des immensen Bekanntheitsgrades Olajuwons in der Geschichtsschreibung oftmals übersehen, ist in Wirklichkeit mit seinen 2,24m jedoch sogar noch einmal eine ganze Ecke größer als sein kongenialer Partner.

Beide waren All-Stars und verliehen der Frontline der Rockets einen neuen Boost. 1986 kämpften sich diese daher auch bis in die Playoffs vor, wo ihnen zunächst Sacramento und schließlich dann auch Denver zum Opfer fielen. Dann begegneten die Rockets und ihre Twin Towers gefühlt bereits dem Endgegner: den titelverteidigenden Los Angeles Lakers.

De facto trat man jedoch zunächst „nur“ in den Western Conference Finals gegen diese an. Vier Jahre in Folge hatte sich die Crew aus der Stadt der Engel in diesen jedoch durchgesetzt, was unter anderem an ihrer überlegenen Star-Power lag. Mit Kareem Abdul-Jabbar, Magic Johnson und James Worthy im Lineup waren diese nämlich äußerst hochkarätig besetzt.

Western Conference Finals 1986, Game 5

Doch Olajuwon und Sampson wagten gemeinsam den ganz großen Coup. In vier Spielen boten sie den favorisierten Lakers die Stirn und gingen schließlich 3-1 in der Serie in Führung. Das alles entscheidende Game 5 stand nun an.

Dieses entwickelte sich zu einer äußerst spannenden Partie, da die Lakers natürlich keineswegs gewillt waren, ihre bisherige Vorherrschaft so leicht aufzugeben. Eine Sekunde vor Spielende stand es daher ausgeglichen 112:112. Sampson wagte nun einen waghalsigen Jumper, der die Fans im Stadion von ihren Sitzen riss, da er mehrfach vom Ring abprallte, bis er schließlich endlich ins Netz ging. Die unterschätzten Houston Rockets standen in den Finals!

Schließlich stellte sich dort zwar heraus, dass man den brillierenden Boston Celtics doch nicht gewachsen war. Die Geschichte dieses einmaligen Buzzer-Beaters trug sich jedoch mit Rotstift und ca. 100 Ausrufezeichen in die NBA-Geschichtsbücher ein.

Foto: AFP

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