Defense und doppelter Anthony: Timberwolves reif für die Playoffs

Karl Anthony freut sich in einem Basketballspiel

Die Minnesota Timberwolves haben nun wirklich keine ruhmreiche Geschichte hinter sich, auf welche sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten zurückblicken könnten: Seit ihrem Matchup in den Western Conference Finals gegen die Lakers 2003/04 haben es die Wölfe nur ein einziges Mal (2017/18) in die Playoffs geschafft. Dieses Jahr sieht es bisher jedoch so aus, als könnten sich die Wölfe erstmals wieder gegen die harte NBA-Konkurrenz durchsetzen.

Gestern haben wir die Frage aufgeworfen, ob die Timberwolves in diesem Jahr reif für die Playoffs sind. Dies wollen wir heute noch einmal vertiefen.

Was den Wölfen auf ihrem Weg in die Postseason in die Karten spielen könnte, ist die Tatsache, dass sie das Überraschungsmoment auf ihrer Seite wissen. Da Minnesota den Erfahrungen der vergangenen Seasons bedingt innerhalb der Liga noch nicht als wirkliche Konkurrenz wahrgenommen wird, unterschätzen viele ihrer Gegner das Junge Team und schlafen in der Defense. Sicher, mit diesem Vorteil gewinnt man keine Playoffs, auf dem Weg dahin könnte dieser Faktor den Wolves allerdings nützlich werden, um hier und da den ein oder anderen Sieg abzustauben.

Doppelter Anthony = doppelte Gewinnchance

Die diesjährigen Timberwolves sind das fünftjüngste Team dieser Saison. Besonderes Augenmerk liegt neben dem in Teil 1 bereits angesprochenen Guard Beverley beim Spielaufbau daher auf den beiden Team-Stars Anthony Edwards und Karl-Anthony Towns. Diese beiden bilden nicht nur aufgrund ihrer Vornamen ein äußerst passendes Zweigespann, sie stellen zudem auch den harten Kern der Wolves Aufstellung dar. Alles scheint mit diesen beiden Topspielern zu stehen und zu fallen.

Auch ihre Defense werden die Wolves im Laufe der Saison gut im Auge behalten müssen. Diese läuft nämlich derzeit so tadellos wie ein Uhrwerk und fährt daher auf Expertenebene verdienterweise in diesem frühen Stadium der Saison großes Lob ein. Essentiell für die Chance auf die Playoffs ist allerdings, dass dies auch so bleibt. Die Teammitglieder Patrick Beverley, Jarred Vanderbilt, Jaden McDaniels, und Josh Okogie scheinen derzeit jedoch an einer Erfolgsformel für die Verteidigung zu feilen, vor der sich die Liga-Konkurrenz in Acht nehmen sollte – Verletzungen seitens Beverley hin oder her.

Insgesamt komme ich so zu dem Fazit, dass, wenn die Wolves in den vergangenen Jahren jemals auf die Playoffs hoffen durften, ihre größte Chance diese auch tatsächlich zu erreichen wohl jetzt ist. Dass Team ist jung, besitzt daher Durchhaltevermögen und Ehrgeiz und ist – wie sich an der Entwicklung der Verteidigungsstrategie gezeigt hat – zudem äußerst lernfähig. Sollten die drei Leitfiguren Edwards, Towns und Beverley im Rennen bleiben, sowie weiterhin ihre bisherige Linie fahren, so kann man den Wolves meiner Meinung nach durchaus Chancen auf die Playoffs ausrechnen.

Foto: AFP

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