Basketball mit Kindern #3: Fangen und Passen

Basketballcoach steht mit einem Ball vor zwei Kindern

Spielzüge vorbereiten, im Team interagieren, Ballverlust durch einen Gegner vermeiden – durch Fangen und Passen gelangt der Ball von einem Mitspieler zum nächsten. Damit der Ball unterwegs allerdings nicht verloren geht, gilt es ein paar technische Kniffe zu beachten. Gerade beim Unterricht von Kindern kann der Coach das Erlernen der richtigen Technik aktiv unterstützen.

Beherrscht ein Schüler das Dribbling einigermaßen sicher, wird es Zeit die nächste Grundlage zu erlernen. Nachdem die Nachwuchsspieler einmal in der Lage sind, sich auf dem Spielfeld hin und her zu bewegen, bekommen sie nun die Möglichkeit, den Ball auch abzugeben.

Durch Fangen und Passen werden die Kinder schließlich in der Lage sein, den Ball in einer brenzligen Situation mit einem Gegenspieler loszuwerden. Interaktion zwischen den jungen Spielern wird nun immer wichtiger.

Von vorneherein sollte es dem Coach dabei ein Anliegen sein, Kommunikation zwischen den Teammitgliedern zu fördern. Die Kinder sollten dazu ermuntert werden, sich sowohl auf dem Spielfeld als auch im Training laut und deutlich anzusprechen. Der Ausspruch: „Ich stehe frei“, oder sich gegenseitig beim Namen zu rufen, ist auch im Profisport für reibungslose Spielabläufe unerlässlich.

Buchstaben helfen beim Fangen

Für eine sauber ausgeführte Technik ist vor allem die Grundhaltung wichtig. Beim Fangen des Balles sollten die Arme vorgestreckt und die Finger gespreizt werden. Es kann nicht oft genug betont werden, wie wichtig diese Ausgangsposition ist. Im Laufe eines Spiels haben auch die Profis fasst durchgängig die Arme leicht erhoben, immer bereit einen Pass entgegenzunehmen.

Der Coach sollte zum Einstieg außerdem die zwei hauptsächlichen Fingerhaltungen vormachen: Wird ein tiefer Ball gefangen, bilden die kleinen Finger ein „V“. Für hohe Bälle formen die Daumen und Zeigefinger ein „W“. Gefangen wird mit natürlich mit beiden Händen.

Landet der Ball sicher in den Händen, wird er zum Körper herangezogen. Dabei sollte das Kind einen Schritt zurück machen. Im späteren Spielverlauf wird der Ball so vor Angreifern in Sicherheit gebracht.

Paarweise lässt sich diese Technik zunächst am besten üben. Später sind auch Konstellationen aus mehreren Mitspielern möglich. Die Kinder lernen so, immer wieder zwischen verschiedenen Partnern zu wechseln. Das fördert Teamwork.

Die Wand als Trainingspartner

Passen darf ein Kind beim Basketball ein- oder beidhändig. Berührt der Ball dabei den Boden, spricht man von indirektem, berührt er ihn nicht, von direktem Passen. Erinnern Sie Ihre Schüler: Passen geht meist schneller als Dribbeln. Zusammenarbeit ist im Basketball sehr wichtig.

Für erfolgreiches Zupassen sollten die Arme gestreckt, die Handgelenke während des Bewegungsablaufes abgeknickt und ein Fuß nach vorne gesetzt werden.

Idealer Übungspartner ist anfangs übrigens die Hallenwand. Die Kinder können so verschiedene Passtechniken ausprobieren, ohne dass es unter den Anfängern zu gefährlichen Würfen gegen den Trainingspartner kommt. Die Schüler müssen ihre Pässe am Ende selbst fangen und lernen dadurch ihre Kraft zu regulieren.

Im nächsten Schritt kann der Coach einen zweiten Spieler zuteilen. Eines der Kinder wirft den Ball gegen die Wand, das andere fängt ihn und umgekehrt. Ist diese Übung gemeistert können die Kinder freistehend das Fangen und Passen üben. Fortgeschrittene können das beim langsamen Laufen versuchen.

Mit diesen einfachen Schritten erlernen Kinder das Fangen und Passen problemlos. Mut zur Interaktion und ein Gefühl für die eigene Kraft zu entwickeln sind dabei die zwei Hauptlektionen, auf die ein Coach achten muss.

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