BBL-Finals: Spiel 3 entscheidet über den Matchball

Paul Brandon von der Mannschaft Ratiopharm Ulm streckt beide Hände nach vorne und schreit

Spannender könnte es nicht sein: In der Finalserien zwischen den Telekom Baskets Bonn und ratiopharm Ulm steht es derzeit 1-1. Für heute Abend ist nach zwei Spielen im Wohnzimmer der Rheinländer nun jedoch das erste Heimspiel daheim bei den „Uuulmern“ angesetzt, die derzeit für einen wahren „OrangeHype“ sorgen.

Für ratiopharm ulm, die als Siebtplatzierte und Underdogs dieser Finals durch alle bisherigen Endrunden-Matchups marschiert sind, sind die „OrangeFinals“ etwas ganz Besonderes. Seit sieben Jahren stehen die „Uuulmer“ das erste Mal wieder im Finale der deutschen Basketballbundesliga. Die Tickets für Spiel 3 heute Abend waren daher in nicht mehr als 60 Sekunden restlos ausverkauft, für Spiel 4 am kommenden Freitag gilt dasselbe.

Die übersprudelnde Energie der Ulm-Fans ist derzeit unter allen deutschen Basketball-Fans ansteckend, darf jedoch nicht übersprudeln – oder eher hochgehen, wie in der Nacht vor Spiel 2 vor dem Hotel der Bonner Konkurrenz. Dort entzündeten nämlich einige Unbekannte (Ulm-Fans?) ein Feuerwerk um drei Uhr in der Frühe. Nicht gerade die feine Art, die derzeitige Begeisterungswelle rund um den orangenen Club. Das Video stammt von Ulms Geschäftsführer Thomas Stoll.

Blowouts und Spieleraus bei Bonn

Für richtige Kracher sorgten auf dem Court zuletzt aber vor allem die Bonner. Jedenfalls können ihre drei spektakulären Blowout-Siege – 94:63 gegen Chemnitz, 94:65 gegen Ludwigsburg und zuletzt eben auch 104:75 gegen Ulm – guten Gewissens als solche bezeichnet werden. Zu unterschätzen sind die Rheinländer mit dem aktuell heißen Händchen daher keineswegs.

Allerdings: Seitdem seit kurzem bekannt ist, dass Mike Kessens nach einer Entscheidung der easyCredit BBL-Spielleitung für drei Spiele gesperrt wird, bricht den Bonnern innerhalb kürzester Zeit bereits der vierte wichtige Spieler weg: Zuerst verletzte sich Karsten Tadda im BCL-Final-Four, dann folgte der Ausfall von Collin Malcolm im ersten Halbfinalspiel gegen Ludwigsburg und in der letzten Partie gegen Ulm zog sich zudem noch Javontae Hawkins eine Platzwunde am Kopf zu.

„Über die Saison hinweg wurden wir schon oft mit Widrigkeiten und Herausforderungen konfrontiert. Und jedes Mal kann sich das positiv oder negativ auf das Team auswirken. Aber unsere Jungs haben in dieser Saison gezeigt, dass sie Herausforderungen in etwas Positives wandeln können. Die Kehrseite ist aber auch, dass uns mit Karsten und Mike zwei absolute Schlüsselspieler fehlen, die nur sehr schwer zu ersetzen sind. Sie sind unsere Kapitäne und erfahrensten Spieler im Team“, zog so auch Baskets-Headcoach Tuomas Iisalo ein gemischtes Fazit.

Foto: AFP

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